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Emotional, reisserisch, falsch: so erkennen Sie Fake-News

Die Sozialen Medien werden längst nicht mehr nur für Kontakte mit Freunden und Gleichgesinnten genutzt. Immer häufiger konsumieren die Nutzer News über Facebook, Twitter und Co., statt direkt bei den traditionellen Medienhäusern. Dies führt nicht nur zu einem zunehmenden Schwund bei Lesern, Abonnenten und Inserenten und ergo einem grossen Kostendruck bei den Verlagen. Der Gebrauch der Sozialen Medien für Informationsbeschaffung zu Politik, Wirtschaft oder sozialen Themen, hat auch Verschwörungstheoretiker und politische Beeinflusser aufs Tapet gelockt. Sie produzieren gezielt Falschmeldungen, machen ihre Themen gross mit sogenannten Beweisartikeln, Interviews etc. auf, um Seriosität vorzutäuschen. Wer bei News-Meldungen in den Sozialen Medien ihre Wahrheit anzweifelt, kann diese an einigen Merkmalen gut erkennen. 

EMOTIONEN SCHÜREN MIT FALSCHEN BEHAUPTUNGEN

Durchgehend raten Experten denn auch, bei Meldungen folgenden Punkte zu überprüfen. Und zwar, bevor man sie ahnungslos weiter im Netz teilt. Auf Titel und Layout achten, Existenz oder Glaubwürdigkeit der Quelle und Impressum checken, mit seriösen bekannten Medien vergleichen und allfällige Webadresse (URL) der Meldung auf Echtheit prüfen. Falschmeldungen haben nur ein Ziel: Emotionen wecken, damit die Behauptungen aus Empörung schnell weitere Leser finden. Das schnelle Teilen von Inhalten in Sozialen Medien ist nämlich eine der wesentlichen Eigenheiten, die viele Nutzer gemeinsam haben. Falschmeldungen haben deshalb häufig sehr reisserische Titel, oft mit mehreren Ausrufezeichen und vollmundig dramatischen Formulierungen. Je emotionaler ein Beitrag daher kommt, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um eine Falschmeldung handelt. Das sagt beispielsweise Linards Udris, Medienforscher der Universität Zürich, in einem Beitrag auf SRF. Er nennt ein typisches Beispiel: Aufregende Meldungen, bei denen behauptet wird, dass Flüchtlinge sehr viel Geld erhalten würden. Das Ziel dahinter: Mit Unwahrheiten Zwietracht säen. 

ECHTHEIT VON MEDIEN, QUELLEN, PERSONEN UND ORGANISATIONEN PRÜFEN

Neben dem Titel und Layout sind die Quelle der Behauptung, das Impressum des Mediums und die darin aufgeführten Personen zu prüfen. Ist es eine politisch radikale News-Seite? Legt der Redaktor die Quelle offen? Existieren Personen oder Organisationen, die als Beweis zitiert werden, überhaupt? All dies lässt sich schnell mit einer Google-Suche überprüfen. Weiter sollte man bei seriösen Medien wie SRF, Tages-Anzeiger, NZZ, BBC oder Spiegel nachschauen, ob sie ähnliche Inhalte auch veröffentlicht haben. Aber Achtung: Layouts lassen sich leicht kopieren und mit selbstproduzierten Webseiten täuschend echt darstellen. Zum Beispiel mit einer URL, die statt auf 20minuten.ch auf 20mminuten.ch führt. Doppelte Buchstaben in URLs sind häufig verwendete Mittel dafür. Udris fasst mit einer Eselsbrücke, die viele noch aus der Schulzeit im Verkehrsunterricht kennen, zusammen, wie man Falschmeldungen nicht auf den Leim kriecht: warte (vor dem teilen), luege, lose, laufe. Sich nicht sofort Emotionen hingeben und die Meldung weiter verbreiten, sondern hinschauen, hinhören und erst dann weiter teilen (laufe). Udris hat übrigens selbst eine Fake News zusammen mit SRF produziert und einen SVP-Nationalrat und eine fiktive Uni Chur zitiert, die es gar nicht gibt. Den Medienforscher gibt es übrigens tatsächlich – hier geht’s zu seinem Profil bei der Uni Zürich.

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