Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
post
page
Warenkorb
×
Der Warenkorb ist leer.
einmalig monatlich
{{position.qty}} {{position.title}} {{position.total_fix|price_ndash}} leihweise geschenkt {{position.total_rec|price_ndash}}

Total CHF {{$store.getters.total_price_fix|price_ndash}} {{$store.getters.total_price_rec|price_ndash}}

Jetzt bestellen
Warenkorb leeren Warenkorb bearbeiten

Metaversum: eine Welt der unbegrenzten Möglichkeiten?

Das Metaversum ist in aller Munde. Doch was steckt eigentlich hinter der Idee? Und wird es jemals zu unserem Alltag gehören?

Egal ob Arbeiten im Homeoffice, Sport treiben oder an ein Konzert gehen– alle Erlebnisse sollen in Zukunft in einem digitalen Raum, dem Metaversum, miteinander verbunden sein. Dabei steht die Vorsilbe meta in dem Kofferwort für «jenseits», «umfassend» oder «darüber oder inmitten».

Gemeint ist ein virtueller Raum, der eine Erweiterung des Internets darstellt. Ein Raum, der eben umfassender ist und weiter geht als das heute bekannte Internet. Das Erleben wird aber im Metaversum als genauso real wie die Wirklichkeit empfunden. Mit dazu gehören Interaktionen des eigenen digitalen Zwillings (Avatar) mit der Umgebung und anderen Akteuren.

Spätestens seit der Ankündigung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg 2021, seinen Konzern in Meta umzutaufen, ist das Konzept einer zukünftigen Stufe des Internets der breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein gerückt worden. Doch nicht nur in Zuckerbergs Vorstellung des Metaversums spielen soziale Kontakte eine wichtige Rolle. Die Art der Kommunikation soll ganz allgemein in Zukunft statt nur mit Chat und Video in einer höheren, virtuell erweiterten Realität stattfinden. Bill Gates zum Beispiel sagte in seinen Trendvorhersagen für das Jahr 2022, dass man an Meetings bereits in zwei bis drei Jahren nicht mehr am Bildschirm, sondern als Avatar in 3-D-Räumen teilnehmen werde.

Was sind die Voraussetzungen und Möglichkeiten des Metaversums?

Damit einem solchen Erfahrungsraum der unbegrenzten Möglichkeiten der Durchbruch gelingt, bedarf es vor allem eines: eine von sehr vielen Menschen akzeptierte Technologie. Dies können zum Beispiel komfortable, bezahlbare Virtual-Reality-Headsets oder KI-Brillen (künstliche Intelligenz) oder entsprechend raumfüllende Bildschirme oder Projektionstechnologien sein. Dazu braucht es aber als Basis auch eine Integration von verschiedenen Technologien, Plattformen und Produkten mit technischen Schnittstellen und blitzschneller Datenübertragung und Verarbeitung.

Wichtige kommerzielle Bestandteile neben sozialer Kommunikation dürften in den Branchen Handel mit allen möglichen Waren und den damit verbundenen Werbeumsätzen, der Spieleindustrie oder dem Gesundheitswesen oder der Fertigungsindustrie (3D-Produktentwicklung) zu finden sein. Aber auch Anbieter neuer Arbeitsformen oder von Events sollen dereinst zu den Akteuren gehören. Glaubt man den Verheissungen der grossen Technologiekonzerne, wird das Metaversum einfach sämtliche Bereiche unseres Lebens umfassen. Dazu gehören auch solche, die bisher für die einzelnen Teilnehmer nicht zugänglich gewesen sind.

Virtual-Reality-Brillen spielen im Metaversum eine wichtige Rolle.

Kommt das Metaversum wirklich?

Schliesslich geht es darum, das Erlebnis so realistisch wie möglich zu gestalten, geografische Grenzen zu überwinden und nahtlos von einer Plattform in die andere zu wechseln. Das kann sein, indem man in einem Raum ein digitales Gut erwirbt, ein Kleidungsstück etwa, und es in einem anderen Raum, an einem Konzert oder bei einer Bergwanderung, weiterhin trägt. Mit 5G- und Glasfaser-Internet ist schon mal das Fundament für das Konstrukt gelegt. In Anbetracht der enormen Lieferprobleme der Chip-Industrie und den damit verbundenen Preissteigerungen dürfte aber das Metaversum noch auf sich warten lassen.

Das sagen übrigens auch die Autoren eines von Meta und Analysis Group herausgegebenen Whitepapers. Mehr noch: es sei möglich, dass das Metaversum, wie viele andere zuvor gehypte technologische Innovationen, nie in der geplanten Form verwirklicht würde. Das dürfte indes kein Nachteil sein. Gemäss Nick Clegg von Meta würde ein Metaverse-Raum ein «gewisses Mass» an externer Aufsicht benötigen. Die Regulierungsbehörden hätten Zeit und Raum, um neue Regeln und Rahmenbedingungen für den sich entwickelnden Raum einzuführen.

Und zum Schluss noch dies

Die Begriffe Metaversum und Avatar sind sehr viel älter als die neuerlichen Ankündigungen von Zuckerberg und Gates. Das Metaversum kommt schon 1992 im Science-Fiction-Roman Snow Crash von Roman Neal Stephenson vor. Als erstes Metaversum gilt das Spiel Habitat (1985). Älteren Leserinnen und Lesern dürfte Second Life ein Begriff sein, das 2003 online ging. Es verfügte in seinen Blütezeiten über rund 36 Millionen registrierte Benutzerkonten mit rund um die Uhr zwischen 30’000 und 65’000 gleichzeitig eingeloggten Nutzerinnen und Nutzern. Mittlerweile sollen es nur noch wenige hunderttausend sein. 

Zurück zum Blog