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NFT in aller Munde – doch was steht eigentlich dahinter?

Seit einiger Zeit ist in den Medien vermehrt von NFT die Rede. Gemeint sind digitale Sammelobjekte, die mit Kryptowährung bezahlt werden und für die der Besitzer in der Blockchain nachgewiesen werden kann.

Die Abkürzung NFT steht für Non Fungible Token, zu Deutsch etwa für «einzigartige oder nicht austauschbare Wertmarken». Um nicht austauschbar zu sein, bedienen sie sich wie die Kryptowährungen Bitcoin, Etherum und Co. der Blockchain-Technologie. Wer ein NFT mit Bitcoin bezahlt, besitzt nachweislich das Kunstwerk, auch wenn es nur digital existiert und analog nicht greifbar ist. Ursprung und Besitz des Objekts sind auf der Blockchain fälschungssicher nachweisbar.

NFT – eine weitere Internet-Blase?

Herkömmliche digitale Fotografien oder Grafiken hingegen können kopiert werden. Der Kunstmarkt zögerte deshalb lange, zum Beispiel Fotokunst online zu vermarkten. NFT sind mit ihrer einzigartigen ID auf einer Blockchain zwar fälschungssicher. Trotzdem lassen sie sich an einem Computer betrachtet nicht von einer wertlosen digitalen Kopie eines Kunstwerks unterscheiden.

Diese Tatsache wird häufig von Skeptikern angeführt. Sie vermuten hinter dem Ganzen eine Blase, die wie der Dotcom-Hype der Jahrtausendwende platzen werde.

Hype als Statussymbol

Diese Kunstform war denn auch zu Beginn hauptsächlich als Statussymbol verschrien. Für Käufer besteht die Attraktivität hingegen darin, dass sie die Werke in den sozialen Medien Hunderttausenden oder Millionen Menschen zeigen können. Mit einem Picasso im Wohnzimmer ist das bekanntlich nicht möglich.

Zu den bekanntesten NFT-Statussymbolen zählen derzeit die Cryptopunks und die Bored Apes des Bored Ape Yacht Club (BAYC). Die 10’000 Cryptopunks etwa wurden 2017 zu Preisen von 1 bis 34 Dollar lanciert. Ende 2021 wechselten 61 davon zu durchschnittlich einer halben Million Dollar den Besitzer. Beeple, der teuerste Punk, erzielte gar einen Verkaufspreis von 69 Millionen Dollar.

NFT: Illustration Blockchain-Technologie
Mit ihrer einzigartigen ID auf einer Blockchain sind NFT fälschungssicher.

NFT auch gut fürs Geschäft

Doch NFT sind mittlerweile mehr als nur Statussymbole und gute Einnahmequellen für fortschrittliche Internet-Kunstgruppen. Rund um die digitale Präsenz wird ihnen vermehrt auch «echtes Leben» eingehaucht. So gibt es etwa exklusive Partys wie die Bored Ape Party Anfang November 2021, zu der nur «Apes» Zugang hatten. BAYC-Besitzer wiederum haben schon eigene Kaffee- und Biermarken mit ihrem eigenen Affen als Logo lanciert.

Vermehrt nutzen auch Grossfirmen die digitale Kunstform. Budweiser hat eine NFT-Rakete des Künstlers Tom Sachs für 25’000 Dollar gekauft, um sie als Twitter-Anzeigenbild zu nutzen. Oder Visa konnte seine Glaubwürdigkeit in Sachen Kryptowährungen mit dem Kauf eines Cryptopunks für 150’000 Dollar steigern. Die Firmen erlangen offenbar mit solchen Marketingaktionen grosse Aufmerksamkeit zu verhältnismässig geringen Kosten.

Online-Games und Modelabel reiten auf der Welle mit

Interessant könnte auch die Kombination von physischen und digitalen Objekten sein. So liessen sich etwa Sportschuhe in limitierter Auflage mit digitaler, nachweisbar echter digitaler Entsprechung oder der Vermarktung der Bildrechte für Online-Spiele kombinieren Bei Blockhain-Games wie Axie Infinity können Nutzer NFT-Kreaturen mit eigenem genetischem Code und Aussehen kaufen, aufziehen, verkaufen und sogar virtuelles Land erwerben.

Vermehrt nutzen auch Luxus-Label wie Gucci, Hugo Boss oder Louis Vuitton den Hype für Marketing-Aktionen bei Tiktok oder eigenen Games, bei denen NFT gewonnen werden können. Damit verbessern sie ihr Image bei trendbewussten Käufern und erschliessen neue Kundengruppen. Ob und wie nachhaltig die Bemühungen von kommerziellem Erfolg gekrönt sind, bleibt indes unklar. Die Marketingleute können sich aber auf jeden Fall als fortschrittliche Macher positionieren.

Und zum Schluss noch dies

Dass traditionsreiche Auktionshäuser wie Sotheby’s und Christie’s mit NFT-Kunst mittlerweile Millionenbeträge einspielen, könnte ein Hinweis sein, dass die Digitalkunst sich weiter etablieren wird. Der britische Künstler David Hockney findet dennoch keinen Gefallen daran: «Ich lese darüber, bin aber nicht interessiert», sagte er in einem Podcast. Die Abkürzung sollte besser ICS lauten: «International Crooks and Swindlers», internationale Gauner und Schwindler.

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