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TV vs. Streaming oder: Totgesagte leben länger

Nachdem in früheren Blog-Beiträgen bereits auf die Unterschiede zwischen klassischem Rundfunk, Video- und Streaming-Konsum und die technischen Aspekte des Fernsehens eingegangen wurde, beschäftigen wir uns an dieser Stelle mit den Veränderungen beim Nutzerverhalten.

Dem althergebrachten Fernsehen wurde seit dem Durchbruch des Internets in grossen Teilen der Bevölkerung schon diverse Male das nahende Ende vorausgesagt. Plattformen wie YouTube würden das Broadcasting der Zukunft bereitstellen – jeder und jede würde zum Fernsehmacher werden. Dass dies in der Praxis zwar möglich ist, bedeutet aber noch lange nicht das Aus der guten alten Television. Zwar gibt es Verschiebungen in technischer Hinsicht. Aktuelle Zahlen zur Mediennutzung zeichnen aber ein differenzierteres Bild.

TV und Radio beliebteste elektronische Medien

Dem IGEM-Digimonitor zufolge gehören in der Schweiz im Jahr 2021 mit Anteilen von 94 respektive 91 Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung über 15 Jahren TV und Radio nach wie vor zu den beliebtesten elektronischen Medienarten. Weit abgeschlagen liegen YouTube, Gaming und Videospiele, Facebook und Netflix mit 68, 50, 45 respektive 42 Prozent Reichweite. Und wer hätte gedacht, dass Teletext (36 Prozent) fast gleichauf liegt mit Instagram (36 Prozent)?

Hohes Wachstum beim Streaming

Zwar können Streaming-Dienste wie Netflix Jahr für Jahr hohe Wachstumsraten für sich beanspruchen. Und es ist richtig, dass viele vor allem der Werbeunterbrechungen wegen dem klassischen Live-TV den Rücken kehren und Bezahlservices für Unterhaltung, Musikkonsum und mehr bevorzugen. Ebenso richtig ist aber, dass auch die klassischen TV-Stationen, egal ob bei Echtzeit-, in der Nachschau im Internet-TV oder mit ihren Mediatheken technisch dasselbe anbieten wie Netflix, Amazon oder Sky. Wer da schaut, der streamt.

TV-Kampf der sozialen Medien

Auch interessant: Beim Video-Streamen über soziale Medien kriegt YouTube mehr und mehr Konkurrenz von Plattformen wie Instagram und TikTok. In Deutschland beispielsweise sank gemäss Convergence Monitor 2021 der AGF der Anteil der Nutzer, die YouTube mindestens einmal monatlich konsumieren, von 91,2 auf 84,5 Prozent. Die Mediatheken der TV-Sender wiederum holen auf. Der AGF-Befragung zufolge hat mehr als die Hälfte (57,2 Prozent) bereits eine Mediathek benutzt, fast die Hälfte mehrere. Der nicht-lineare Konsum bewegter Bilder ist der Studie zufolge ausserdem über die Altersgruppen mittlerweile recht ausgeglichen. Oder anders gesagt: Zeitverzögert Filme, Serien oder Dokus anzuschauen, ist nicht mehr ein Phänomen der jüngeren Generation.

Streaming benötigt nicht weniger Energie

Ob man streamt oder am TV-Gerät einen Film oder ein Video schaut, braucht insgesamt etwa gleich viel Energie. Zwar benötigt es mehr Strom, Filme jedem einzelnen separat nach Hause zu liefern, als sie via Kabel- oder Satelliten-TV gleichzeitig an alle Endgeräte zu übertragen. Dieser Vorteil des klassischen Broadcastings hingegen wird wieder ausgeglichen durch die Geräte, die verwendet werden. Fernseher fressen nämlich viel mehr Strom als Smartphones, Tablets und Laptops. Fernsehgeräte sind ausserdem meistens eingeschaltet (im Standby-Modus). Am meisten Treibhausgase verursacht man laut Forschern, wenn man hochaufgelöste Videos am TV-Gerät anschaut.

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