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Was ist eigentlich das Darknet genau?

Im Darknet tummeln sich Cyberkriminelle, Drogendealer und Waffenschmuggler, heisst es allenthalben. Doch im für viele verborgenen Teil des Internets gibt es weitaus mehr als bloss böse Machenschaften.

Das «Darknet» (oder Dark Web) heisst nicht umsonst so: Dark (engl. dunkel) ist es in dem zumeist verschlüsselten Teil des Internets, weil die Daten dort für die meisten Besucher nicht auf Anhieb zugänglich sind. Mit krimineller Aktivität hat das Darknet zunächst einmal nichts zu tun. Sondern technisch geht es darum, dass die Teilnehmenden dort ihre Verbindungen untereinander selbst regeln.

Sie bedienen sich dafür eines sogenannten Peer-to-Peer-Overlay-Netzes. Die Inhalte sind nicht wie im sogenannten «Open Web», dem offenen Teil des Internets, von den Suchmaschinen erfassbar und damit auch für Normalverbraucher nicht sichtbar.

Damit sind die Dateien auch für Angreifer nicht auf Anhieb zugänglich. Die unterschiedlichen Darknets sind  nicht miteinander vernetzt. Dadurch bietet die Gesamtheit in Sachen Cyberkriminalität eine höhere Sicherheit als das Open Net.

Mit «Deep Web» wiederum ist der Teil des World Wide Web als Ganzes gemeint, der über Suchmaschinen nicht auffindbar ist. Das liegt daran, dass gewisse Websites oder deren Unterseiten aus unterschiedlichen Gründen nicht in den Suchmaschinen indexiert werden. Das Deep Web besteht zum grossen Teil aus Fachdatenbanken und dynamisch erstellten Datenbank-Webseiten. Experten gehen davon aus, dass der verborgene Teil des Internets das Volumen des Open Web um ein Vielfaches übersteigt. Je nach Quelle ist von einem Faktor 40 bis über 500 die Rede.

Deep Web: Laptop mit Code einer Datenbank
Das Deep Web besteht zum grossen Teil aus Datenbanken. Sein Volumen übersteigt jenes des Open Webs Schätzungen zufolge um den Faktor 40 bis 500.

Arten des Deep Web: Opak, privat, proprietär, unsichtbar

Das Deep Web selbst ist in fünf verschiedene Teile gegliedert. Die ersten vier könnten von den Suchmaschinen indexiert werden, werden es aber nicht.

  • Mit «Opaque Web» (dt. für undurchsichtig) sind Webseiten gemeint, die aufgrund von Leistungsfähigkeit oder fehlendem Nutzen (z. B. wenn sie zu wenig frequentiert sind), nicht indexiert werden. Dazu gehören auch Dateiformate wie PDF, die nur teilweise von den Suchmaschinen erfasst werden können.
  • Im «Private Web» sind die Webseiten durch Zugangsbeschränkungen geschützt. Beispiele sind interne Netze (Intranets) oder passwortgeschützte Webseiten, für deren Zugang man sich erst registrieren muss.
  • Im «Proprietary Web» (Eigentümer-Web) müssen sich die Nutzer üblicherweise identifizieren. Die Webseiten können erst nach Anerkennung von Nutzungsbedingungen oder mit einem Passwort aufgerufen werden.
  • Zum «Invisible Web» zählen Webseiten, die aus geschäftlichen oder strategischen Gründen von den Suchmaschinen nicht indexiert werden können.
  • Unter den Begriff «Truly Invisible Web» (tatsächlich unsichtbares Web) fallen Formate, die nicht indexiert werden können. Das sind vor dem World Wide Web entstandene Datenbankformate, nicht im Browser darstellbare Dokumente, Formate, die nicht Standard sind (z. B. Flash) oder Grafikformate, komprimierte Dateien und weitere.

Nicht nur dunkle Machenschaften im Darknet

Im Deep Web ist also längst nicht alles illegal. Der Teil des Internets wird von Google und Co. einfach nicht oder noch nicht indexiert. Von Verschlüsselung und Privatheit profitieren aber natürlich auch Verbrecher wie Drogen- oder Waffenhändler, vor allem im Darknet.

Es gibt Experten wie den Tor-Mitentwickler Roger Dingledine, denen zufolge etwa die anonyme Onion-Version (engl. für Zwiebel) von Facebook die beliebteste Seite im Darkent überhaupt sein soll. Mehr als eine Million Nutzer sollen dort regelmässig surfen.

Das Darknet ist damit für Regimekritiker, Menschenrechtsorganisationen und Journalisten ein wichtiger Kanal, um miteinander ungestört kommunizieren zu können. Dass die technischen Möglichkeiten hier auch bösen Machenschaften in die Hände spielen, ist die Kehrseite der Medaille.

Der Tor Browser verschafft nicht nur Zugang zum Dark Web, sondern erlaubt auch ein anonymeres Surfen im Open Web.

Tor Browser für Anonymität und Zugang ins Darknet

Wie kommt man nun aber ins Darknet? Dazu benötigt man den Tor Browser, der auf der Firefox-Technologie basiert. Diesen benutzen teilweise auch Nutzer, die sich um ihre Privatsphäre sorgen, zum Surfen im «normalen» Internet, dem Open Net. Aber eben auch Private nutzen Tor, um untereinander Dateien zu tauschen, zum Beispiel auf Tauschbörsen für Musik und Filme. Letztere tun dies insbesondere, nachdem Regierungen auf der ganzen Welt Napster, Bittorent und anderen den Riegel vorgeschoben haben. Diese wollten im offenen Teil des Internets die Urheberrechte umgehen.

Das tun sie nun eben heute im Darknet statt im Open Web. Zu den beliebtesten Darknet-Seiten gehören neben der bereits erwähnten Onion-Version von Facebook die kostenlose App OnionDir, ein Linkverzeichnis von Inernetseiten sowie Torch, die Suchmaschine, die wie Google funktioniert, nur eben für das Darknet gebaut wurde.

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