11 Tipps, um die Bildschirmzeit zu reduzieren
Blog| Lesezeit: 5 Minuten
Veröffentlicht: 16. Dezember 2025 Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2026
Die meisten von uns verbringen deutlich mehr Zeit mit dem Handy, als uns lieb ist. Diese 11 einfachen Tricks helfen Ihnen dabei, Ihre Bildschirmzeit zu reduzieren.
Smartphones sind ein fester Bestandteil unseres Alltags. Ein zu hoher Handykonsum kann jedoch unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden beeinträchtigen. Stetig auf den Bildschirm zu schauen strapaziert unsere Augen und kann Nacken-, Kopf- oder Rückenschmerzen verursachen. Eine zu hohe Bildschirmzeit kann auch unsere Konzentration und unseren Schlaf verschlechtern.
Eine Studie von Februar 2025 zeigt, dass das Reduzieren der Handyzeit von 4,5 auf unter 2 Stunden pro Tag die psychische Gesundheit deutlich verbessert. Innerhalb von 3 Wochen gingen depressive Symptome um 27 Prozent und Stress um 16 Prozent zurück. Die Schlafqualität verbesserte sich um 18 Prozent, das allgemeine Wohlbefinden um 14 Prozent.
Es gibt also genug Gründe, weniger Zeit am Handy zu sein. Mit unseren 11 simplen Tipps gelingt es Ihnen, Ihre Bildschirmzeit zu reduzieren.
1. Bildschirmzeit messen
Das Ausmass unseres Handykonsums wird uns meist erst bewusst, wenn wir unsere Bildschirmzeit messen. Die meisten Smartphones haben dazu eine eingebaute Funktion.
Die Messungen beinhalten die tägliche und wöchentliche Bildschirmzeit sowie die Gerätenutzung nach Apps. Zeitfresser erkennen Sie so auf einen Blick.
Bildschirmzeit auf dem iPhone messen
Auf dem iPhone können Sie die Messung in den Einstellungen unter «Bildschirmzeit» aktivieren. Zusätzlich können Sie das Widget «Bildschirmzeit» auf dem Home-Bildschirm hinzufügen, damit Sie die Gerätenutzung stets im Blick haben.
Bildschirmzeit auf Androids messen
Bei Android-Geräten finden Sie die Messfunktion in den Einstellungen je nach Hersteller unter «Digitales Wohlbefinden», «Digital Wellbeing» oder «Digital Balance». Auch dort können Sie das Widget zum Start-Bildschirm hinzufügen.

2. Zeitlimiten setzen
Sobald Sie Ihre Geräte- und App-Nutzung kennen, können Sie die gewünschten Zeitlimiten setzen. Praktischerweise können Sie unter den Funktionen «Bildschirmzeit» respektive «Digitales Wohlbefinden» gleich auch verschiedene Limiten festlegen.
Limiten für Apps oder App-Gruppen setzen
Sowohl auf iPhones als auch Android können Sie Limiten für bestimmte Apps festlegen. Auf dem iPhone heisst die Funktion «App-Limits», auf Androids «App-Timer». Bei beiden Geräten können Sie die Beschränkungen auch auf ganze App-Gruppen anwenden, z. B. für Social Media, Spiele oder Shopping.
Bestimmte Zeiträume blockieren
Auf dem iPhone erlaubt die Funktion «Auszeit», Apps und Mitteilungen für einen bestimmten Zeitraum zu blockieren. Die Auszeit können Sie entweder planen oder nach Bedarf festlegen.
Tägliche Bildschirmzeit einschränken
Sie können auch die gesamte tägliche Bildschirmzeit einschränken. Bei Android-Geräten befindet sich diese Funktion unter dem Punkt «Ihre Ziele». Bei iPhones können Sie dazu bei den «App-Limits» alle Apps auswählen.
Bildschirmzeit-Einstellungen mit Code sperren
Extra Tipp: Sie neigen dazu, die Limiten zu umgehen? Dann lassen Sie die Bildschirmzeit-Einstellungen von einer vertrauten Person mit einem Code oder PIN sperren. Beim iPhone finden Sie diese Funktion unter «Bildschirmzeit», bei Android bei den Einstellungen von «Digitales Wohlbefinden».
3. Apps löschen
Apps sind mit wenigen Klicks installiert, entsprechend schnell sammeln sie sich auch an. Je mehr Apps, desto zahlreicher sind jedoch auch die Ablenkungen. Daher lohnt es sich, alle Apps durchzugehen und unwichtige oder ungenutzte Apps zu löschen.
Selbstverständlich können Sie Ihre Apps auch nur noch auf die wesentlichen beschränken oder unerwünschte Zeitfresser löschen.
4. Apps verstecken
Wollen Sie Apps mit zu hoher Bildschirmzeit nicht löschen, können Sie diese auch verstecken. Legen Sie diese dazu einfach in Ordnern ab, die sie weiter nach hinten schieben.
5. Benachrichtigungen ausschalten
Insbesondere Push-Nachrichten bringen uns stetig dazu, das Smartphone erneut in die Hand zu nehmen. Aber auch die roten Kennzeichen verleiten uns immer wieder dazu, eine App zu öffnen. Kein Wunder: Ihr Ziel besteht darin, die Nutzungsdauer von Apps zu steigern.
Auf die meisten dieser Benachrichtigungen kann man jedoch gut verzichten. Überlegen Sie sich für jede App, ob Sie Benachrichtigungen wirklich brauchen und wenn ja, welche.
Benachrichtigungen ausschalten auf dem iPhone
Auf dem iPhone können Sie Benachrichtigungen in den Einstellungen unter «Mitteilungen» für jede App einzeln festlegen.
Unter «geplante Übersicht» können Sie ausserdem Benachrichtigungen in Übersichten bündeln, die Sie dann zu festgelegten Uhrzeiten erhalten.
Benachrichtigungen ausschalten auf Android
Auf Android-Geräten können Sie Benachrichtigungen in den Einstellungen je nach Hersteller unter «Anwendungen» oder «Apps» für jede einzelne App ausschalten.

6. Smartphone lautlos stellen
Auch die vielen akustischen Mitteilungssignale bringen uns dazu, unser Smartphone immer wieder hervor zu nehmen. Die Töne wirken ausserdem ablenkend und beeinträchtigen unsere Konzentration. Dazu kann das Piepsen Dritte stören.
Daher zahlt es sich gleich dreifach aus, das Handy wenn immer möglich auf lautlos zu stellen.
7. Graustufen-Modus einschalten
Auch die bunten Farben verleiten uns unbewusst dazu, das Handy zu nutzen. Die Bildschirme der meisten Smartphones lassen sich jedoch auf grau umstellen. Dadurch verlieren die Apps ihren visuellen Reiz.
Graustufen-Modus auf dem iPhone einschalten
Auf dem iPhone befindet sich der Graustufen-Modus in den Einstellungen unter «Bedienungshilfen», dann «Anzeige & Textgrösse» und dann «Farbfilter». Sobald Sie den Schieberegler «Farbfilter» aktiviert haben, können Sie den Graustufen-Modus auswählen. Sie haben dort auch die Möglichkeit, stattdessen einen Farbstich auszuwählen.

Schwarz-Weiss-Modus auf Android einschalten
Auf Androids heisst die Funktion Schwarz-Weiss-Modus und befindet sich je nach Hersteller unter «Digitales Wohlbefinden», «Digital Wellbeing» oder «Digital Balance». Unter dem Punkt «Schlafenszeit» oder «Entspannungsmodus» lässt sich dieser Modus aktivieren oder für einen bestimmten Zeitraum einplanen.
8. Flugmodus einschalten
Aktivieren Sie den Flugmodus, wenn Sie nicht gestört werden möchten, z. B. bei konzentrierten Tätigkeiten oder beim Entspannen.
Eine weitere Möglichkeit ist, abends ab einer bestimmten Uhrzeit den Flugmodus einzustellen. Das sorgt auch für einen besseren Schlaf.
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9. Handyfreie Tätigkeiten angewöhnen
Gewöhnen Sie sich Tätigkeiten an, bei denen das Smartphone ausser Reichweite ist.
Versorgen Sie das Handy zum Beispiel während der Arbeit in der Schublade oder in der Uni im Rucksack. Lassen Sie das Smartphone in einem anderen Raum, wenn Sie Kochen, Basteln oder Lesen. Legen Sie es auf ein entferntes Regal, wenn Sie auf dem Sofa fernsehen.
10. Handyfreie Zonen festlegen
Erklären Sie gewisse Bereiche wie das Schlafzimmer, den Esstisch oder das WC zu handyfreien Bereichen.
11. Bildschirmfreie Zeit pflegen
Haben Sie sich schon einmal überlegt, beim Pendeln ein Buch zu lesen oder zu stricken? Auch das Essen lässt sich viel besser geniessen, wenn man das Smartphone stecken lässt.
Das Gleiche gilt für Ausflüge oder Ferien: Sie sorgen für mehr Erholung, wenn das Handy nicht dabei ist. Falls Sie das Smartphone zum Fotografieren nutzen möchten, können Sie einfach den Flugmodus einschalten, um alle anderen Funktionen zu deaktivieren.

Jessica Lucio ist Content Marketing Manager und seit 2022 bei iWay. Die langjährige Texterin verfasst am liebsten leicht verständliche Anleitungen und hat ein Faible für Internet- und Mobile-Hacks.


