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WLAN mit 2.4 oder 5 GHz: Was ist der Unterschied?

Blog| 15. Januar 2021 | Lesezeit: 3 Minuten

Bei der Konfiguration des WLAN-Routers haben Sie sich vielleicht gefragt, wieso es mit 2.4 GHz und 5 GHz zwei WLAN-Frequenzen gibt. Wir erklären, was der Unterschied zwischen 2.4 und 5 GHz ist und was Sie dabei beachten sollten.

Der Grund für die beiden WLAN-Frequenzen 2.4 und 5 GHz ist grösstenteils historisch bedingt. Sie lassen sich primär auf die technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen zur Zeit der Entwicklung der ersten drahtlosen Netze zurückführen.

Die Ursprünge des WLANs

Als Urahn des WLANs wird oft das ALOHAnet der Universität von Hawaii bezeichnet. Dieses wurde 1970 entwickelt, um die vielen Inseln um Hawaii mit der Universität von Honolulu zu verbinden. Damals wurden zwei Funkkanäle im UHF-Bereich verwendet und zwar auf 413.475 und 407.350 MHz. Das dabei entwickelte ALOHA-Protokoll ist übrigens die Basis des Ethernet-Protokolls. Damit bildet das ALOHAnet zusammen mit dem ARPANET den Ursprung des heutigen Internets.

Das erste WLAN der heute bekannten Art war WaveLAN von AT&T (später Lucent Technologies) und NCR. Sie haben das System 1991 für Kassensysteme entwickelten – damals noch proprietär und entsprechend teuer. Daraus wurde 1997 der erste WLAN-Standard IEEE 802.11 mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von 2 Mbit/s definiert. Damit konnten Geräte verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren, was für einen erfolgreichen Einsatz unabdingbar ist.

Auf die Frequenz kommt es an

Einer der wichtigsten Parameter für ein drahtloses System ist seine Frequenz. Dabei gibt es einiges zu beachten. Für WLAN wollte man unbedingt ein Frequenzband benutzen, das weltweit konzessionsfrei zur Verfügung steht. Weiter sollte dieses Band genügend Bandbreite für eine hohe Datenrate zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus ist eine möglichst kleine Antenne sinnvoll, um auch portable Geräte damit ausrüsten zu können. Eine Antenne ist im Idealfall halb so lang wie die Wellenlänge (Lambda halbe). Also sollte die Wellenlänge genügend klein und damit die Frequenz genügend gross sein (die Wellenlänge ist umgekehrt proportional zur Frequenz).

Für das WaveLAN bot sich das weltweit frei benutzbare ISM-Band (Industrial, Scientific and Medical) um 2.4 GHz mit einer Wellenlänge von ca. 13 cm an. In diesem Band tummelten sich schon damals Mikrowellenherde, industrielle Anwendungen, Schnurlostelefone und vieles mehr.

Dass es zwei WLAN-Frequenzen gibt, fällt meistens erst bei der Konfiguration eines Routers auf.

WLAN-Frequenzen – zuerst 2.4 GHz, später 5 GHz

Schon bald aber wurde der Platz im 2.4-GHz-Band etwas knapp, sodass im Jahr 1999 der WLAN-Standard IEEE 802.11a aus der Taufe gehoben wurde. Dieser nutzt Frequenzen im 5-GHz-Band und erzielt eine Datenrate von bis zu 54 Mbit/s. Wegen der geringeren Reichweite und vor allem der damals höheren Gerätekosten war 802.11a allerdings nicht sehr beliebt und wurde kaum verwendet. Durchgesetzt hatte sich damals der im Jahre 2000 verabschiedete Standard 802.11b mit nur 11 Mbit/s auf 2.4 GHz.

5 GHz hingegen fand erst ein Jahrzehnt später mit dem Nachfolgestandard 802.11n (heute WiFi 4) eine grosse Verbreitung.

WLAN mit 2.4 oder 5 GHz: Was ist besser?

Das 2.4-GHz-Band zeichnet sich generell durch eine etwas bessere Reichweite aus, 5 GHz durch eine viel höhere Geschwindigkeit. 5-GHz-Netze sind nicht so anfällig auf Störungen wie 2.4-GHz-Netze. Denn das 2.4-GHz-Band ist oft sehr stark durch WLAN und andere Geräte belegt.

Viele einfache und günstige Geräte mit geringen Geschwindigkeitsanforderungen verwenden auch aus Kostengründen nur 2.4 GHz. Da auf Teilen des 5-GHz-Bandes auch noch Wetterradarsysteme laufen, muss ein WLAN-Gerät regelmässig die Frequenz auf solche Signale überprüfen und allenfalls einen Frequenzwechsel initiieren. Das macht 5-GHz-Geräte teurer.

Egal ob WiFi 6 (802.11ax), WiFi 5 (802.11ac) oder das alte WiFi 4 (802.11n), moderne Router sind meist Hybridboxen und stellen in der Standardkonfiguration sowohl ein Netz mit 2.4 GHz als auch eins mit 5 GHz zur Verfügung. Der Otto-Normal-Verbraucher kann es auch dabei lassen. Die meisten Geräte verbinden sich nämlich automatisch sich mit dem geeignetsten Netz, sei es 2.4 oder 5 GHz.

Wer das auf einfache Art kontrollieren möchte, gibt ihnen am besten eigene Namen, zum Beispiel «MeinNetz2.4» und «MeinNetz5». So sieht man gleich, mit welchem Netz sich das Gerät verbindet und kann es allenfalls manuell ändern.

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