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WLAN-Router richtig platzieren und WLAN verbessern

Blog| 4. Oktober 2022 | Lesezeit: 4 Minuten

Schläft Ihnen beim Laden einer Internetseite wieder einmal das Gesicht ein? Das liegt höchstwahrscheinlich nicht an ihrem Provider, sondern daran, dass das WLAN-Signal Ihres Routers beeinträchtigt ist. Mit diesen Tipps platzieren Sie Ihren WLAN-Router richtig und optimieren den Empfang.

Wir verwenden heutzutage immer häufiger drahtlose Geräte, die wiederum gegenseitig um das WLAN-Signal buhlen. In der Folge kann es sein, dass die WLAN-Abdeckung je nach Standort Ihres Routers nicht optimal ist. Denn Reichweite und Kapazität eines drahtlosen Netzes können durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden.

Das WLAN (Wireless Local Aera Network, drahtloses lokales Netzwerk) ist eine Funkverbindung, die es erlaubt, das Internet ohne Kabel zu nutzen. Da die Verbindung damit mittels eines Funksignals durch die Luft funktioniert, sollte sie nur durch ein Minimum an Hindernissen gestört werden. Denn je mehr Hürden das Signal auf dem Weg von Ihrem Router quer durch Ihr Zuhause überwinden muss, desto schwächer wird über die Distanz auch das Signal und damit der Empfang.

Die gute Nachricht: Sie können Ihr WLAN mit einfachen Mitteln optimieren, um das Maximum an Signalstärke herauszuholen. Mit den folgenden Tipps und Tricks platzieren Sie Ihren WLAN-Router richtig und optimieren so den WLAN-Empfang.

1. Wände und Decken meiden

Einer der grössten Störfaktoren für das WLAN sind die eigenen Wände. Ganz besonders problematisch sind tragende Mauern, erst recht, wenn sie noch mit Stahl verstärkt sind. Sie sollten den Router also nicht in das hinterste Kämmerchen verbannen, damit nicht zahlreiche Wände zwischen dem Router und dem Endgerät sind. Bei einer WG beispielsweise ist der Gang zwischen den Zimmern ein guter Standort.

Doch nicht nur Wände können ein Problem sein. Das WLAN kann sich auch besonders schlecht mit Decken anfreunden. Funkwellen können dicke, stahlverstärkte Betondecken nur schwer durchdringen. Der Keller ist für den Router-Standort daher ebenfalls keine gute Wahl. Bei einem zweistöckigen Haus mit Keller eignet sich das Erdgeschoss daher am besten.

Bei der Platzierung des WLAN-Routers sollten Sie für einen optimalen Empfang einige Punkte beachten.

2. Router erhöht platzieren

Bauliche Hindernisse wie Wände und Decken lassen sich jedoch nur bedingt meiden. Deshalb sollten Sie dafür sorgen, dem Signal nicht noch mehr Blockaden in den Weg stellen. So stören vermutlich weitere Möbel die Verbindungsgeschwindigkeit, wenn der Router auf einem Beistelltisch, Sideboard oder gar auf dem Boden steht.

Sie sollten Ihren WLAN-Router deshalb räumlich so hoch oben wie möglich platzieren. Denn nur so können Sie sicherstellen, dass keine anderen Möbel dem Funksignal den Weg versperren. Wenn Sie für den Router ein Möbelstück wählen, darf er auf keinen Fall «versteckt» werden. Sie sollten also das Innere von Schränken und Schubladen meiden, erst recht, wenn diese aus Metall bestehen. Auch in einem Verteilerschrank hat Ihr Router nichts verloren.

Auch wenn er nicht besonders hübsch ist: Der WLAN-Router sollte möglichst von überall her sichtbar sein und nicht von Möbeln, Fernsehern oder anderen Gegenständen verdeckt werden. Ein hohes Regal eignet sich beispielsweise gut. Denn mit freier Sichtverbindung hat das WLAN-Signal auch freie Bahn zu Ihrem Computer, Tablet oder Smartphone.

3. Zentralen Standort wählen

Allerdings: Selbst wenn zwischen Router und Endgerät keine Hindernisse im Weg sind, nimmt die Signalstärke und damit die Übertragungsgeschwindigkeit mit zunehmender Distanz ab. Sie sollten den WLAN-Router deshalb so zentral wie möglich in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus platzieren. Und zwar so, dass möglichst alle Empfangsgeräte etwa gleich weit davon entfernt sind.

WLAN Router richtig platzieren: Frau mit Laptop im Wohnzimmer
Der WLAN-Router sollte zentral platziert werden, damit die Signalstärke optimal verteilt ist.

4. Andere Geräte aus dem Weg schaffen

Bei der Suche nach einem Plätzchen für Ihren WLAN-Router sollten Sie ausserdem darauf achten, dass nicht zu viele andere Geräte im Weg stehen. Denn egal ob Computer, Kopierer, Fernseher oder auch Kaffeemaschine, die meisten Geräte können Ihr WLAN beinträchtigen.

Geräte, die ein eigenes Funksignal haben, stören das WLAN am meisten. Dazu zählen beispielsweise Bluetooth-Lautsprecher, Babyphones oder Mikrowellen. Alle funken im Frequenzbereich von 2.4 GHz. Dualband-Router mit zusätzlichem 5GHz-Band bieten mehr Spielraum für ein ungestörtes Signal.

Achten Sie auf jeden Fall darauf, Ihren Router nicht in unmittelbarer Nähe von anderen Gegenständen und Metallgehäusen zu platzieren.

5. Signalstärke messen

Wenn Sie immer noch unsicher sind, wo Ihr Router hin soll, probieren Sie ein paar unterschiedliche Standorte aus und messen Sie die Signalstärke in der ganzen Wohnung. Auf dem Markt gibt es eine grosse Anzahl von Smartphone-Apps, die eine Signalanalyse ermöglichen.

Für Besitzer einer Fritz!Box empfiehlt sich Fritz!App WLAN, erhältlich für iOS und Android. Mit der Pegelanzeige der Fritz!App sehen Sie auf einen Blick, wie stark die Verbindung an einer bestimmten Stelle ist. Mit wenigen Handgriffen und einem Gang durch die Wohnung können Sie damit Ihre «vier Wände» ausmessen und Ihr WLAN-Netz bei Bedarf optimieren.

6. Das Netz mit Repeatern erweitern

Nicht immer ist es jedoch mit einem einzigen Router möglich, den WLAN-Empfang in der ganzen Wohnung oder dem ganzen Haus optimal sicherzustellen. Dann empfiehlt sich, das Netz mit einem oder mehreren Repeatern zu erweitern. Moderne WLAN Mesh Repeater sind dabei besonders zu empfehlen.

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